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  FritzBox SL Tuning



Da die FritzBox SL von Haus aus mit lediglich 2MB Speicher ausgestattet ist, ist es schwer nützliche Tools zum Laufen zu bringen.

Hauptproblem ist die abgespeckte busybox, welche nichtmal telnetd, wget und vi mitliefert. Somit lässt sich nicht einmal die Nachladen-Methode anwenden um sich Tools beim Booten auf die Fritzbox zu holen.

Nachfolgende Anleitung beschreibt, wie man die Fritzbox SL so frisiert, dass folgende Tools vorhanden sind:

  • telnetd
  • etherwake (Wake on LAN)
  • wget
  • crond/crontab
  • vi
  • nvi
  • Virtual IP

Zunächst besorgt man sich von AVM ein Image, welches noch TFTP-Get enthält. Ich habe z.B. das Image "FRITZ.Box_SL.10.03.48.image" und "FRITZ.Box_SL.10.03.73.image" verwendet. Letzters wird für DSL 6000 benötigt.
Wenn ihr bei AVM anruft und sagt, daß ihr noch eine alte Firmware (z.B. 09.03.87) auf der Box habt, welche das Flashen der aktuellen Firmware nicht erlaubt, dann bekommt ihr sehr wahrscheinlich 10.03.48 zugeschickt.

So, jetzt geht´s los.
Wenn ihr noch ein älteres Image als 10.03.48 habt, dann könnt ihr den Downgrade überspringen und bei Tuning weiter lesen. Ansonsten hier weiter drann bleiben.

Downgrade der Frotzbox SL
Die meisten Anleitungen und Downgrade-Images die ihr im Internet findet, könnt ihr vergessen. Die funktionieren nicht, weil die abgespeckte busybox kein "sed" mehr drauf hat. Ihr müsst so vorgehen: Zunächst das im ZIP enthaltene "starttelnet_sl.image" auf die Box flashen. Wenn die Meldung "Kein Fehler" kommt, dann loggt ihr euch per TELNET auf die Fritzbox ein. (Z.B. in der MSDOS-Eingabeaufforderung mittels telnet 192.168.178.254)

Auf der Box angelangt, führt ihr folgende Commandos aus:


Command
# cd /var/tmp
# cat > version


Danach steht der Cursor ohne # auf der Command Line. Jetzt kopiert ihr folgenden Code und fügt ihn in das Telnet-Fenster ein. Danach Strg+C drücken. Somit habt ihr den Code schonmal auf die Fritzbox übertragen.

Code:
#! /bin/sh # SILENT=y . /etc/init.d/rc.conf export FIRMWARE_VERSION=${CONFIG_VERSION_MAJOR}.01.01 export FIRMWARE_SUBVERSION= export FIRMWARE_DATE="05.05.2006 10:47:14" ######################################################### BUILD=0.1 TI_VER=3.3.0 BOARD=AR7RD FSSTAMP=20060505104714 ######################################################### ######################################################### if [ -z "$*" ] ; then echo $FIRMWARE_VERSION fi ######################################################### for i in $* ; do case $i in -v|--version) echo $FIRMWARE_VERSION ;; -vsub|--subversion) echo $FIRMWARE_SUBVERSION ;; --project) echo 3678 ;; -d|--date) echo $FIRMWARE_DATE ;; --install=${CONFIG_INSTALL_TYPE}) echo korrekt install type: ${CONFIG_INSTALL_TYPE} exit 0 ;; *) echo install type not korrekt: ${CONFIG_INSTALL_TYPE} exit 1 ;; esac done


Jetzt folgt noch folgendes Commando um die Fritzbox zu überlisten, damit sie nicht mehr wegen einem zu alten Firmware-Image rummeckert.

Command
# chmod 777 /var/tmp/version
# chmod +x /var/tmp/version
# mount -o bind /var/tmp/version /etc/version
# /etc/version




Jetzt wird die gefakte Image-Versionsnummer angezeigt und sollte 10.01.01 anzeigen.
Ist dem so, dann ohne Neustart das alte Image im Webinterface einspielen und warten bis die Fritzbox aufhört zu blinken und neu startet. Loggt euch danach auf dem Webinterface ein und prüft die Versionsnummer.


Tuning
Ihr benötigt jetzt einen Rechner, welcher möglichst eine feste IP Adresse hat. Z.B. 192.168.178.200 und startet dort einen TFTP-Server. Ins zugeordnete Verzeichnis legt ihr alle Dateien die im angehängten ZIP enthalten ist.

Jetzt die Fritzbox mit dem "starttelnet_sl.image" flashen und per TELNET auf die Box einloggen. Jetzt folgende Commandos ausführen:


Command
# cd /var/flash
# cat > debug.cfg


Danach steht der Cursor ohne # auf der Command Line. Jetzt kopiert ihr folgenden Code, ändert diesen passend für eure MAC-Adresse und die Cronjobs ab und fügt ihn in das Telnet-Fenster ein. Danach Strg+C drücken. Somit habt den Code schonmal auf die Fritzbox übertragen.

Code:
ifconfig lan:1 192.168.178.253 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.178.255 up sleep 3 PATH=$PATH:/var/tmp export PATH cd /var/tmp # busybox von TFTP-Server holen tftp -g -l busybox -r busybox 192.168.178.200 tftp -g -l busybox.bin -r busybox.bin 192.168.178.200 tftp -g -l libcrypt.so.0 -r libcrypt.so.0 192.168.178.200 chmod +x busybox chmod +x busybox.bin ln -s busybox wget ln -s busybox dirname ln -s busybox realpath ln -s busybox crontab ln -s busybox passwd ln -s busybox more ln -s busybox nslookup ln -s busybox reboot ln -s busybox tail ln -s busybox telnetd ln -s busybox time ln -s busybox traceroute ln -s busybox sed ln -s busybox vi ln -s busybox which ln -s busybox etherwake sleep 10 # Crontab anlegen mkdir -p /var/spool/cron/crontabs echo "0 * * 1-5 wget http://mydomin.de/my_ip.php" > /var/spool/cron/crontabs/root # Cron Deamon starten /var/tmp/busybox crond & # MAC address wolmac="01:23:45:67:89:AB" # interface to use for WOL # intf = std - ata # eth0 = LAN1 - WAN # eth1 = LAN2 - LAN1 wolinterface="eth0" # einfaches WOL script erzeugen echo "/var/tmp/busybox etherwake -i ${wolinterface} ${wolmac}" > /var/tmp/startpc chmod +x startpc # telnet starten /var/tmp/busybox telnetd -l /sbin/ar7login # nvi erzeugen cat > nvi << 'EOF' #! /bin/sh if [ -z "$1" ]; then echo "Usage: $0 " 1>&2 exit 1 fi dir="$(dirname "$1")" case "$(realpath "$dir")" in /var/flash) cat $1 > /var/nvi.tmp /var/tmp/busybox vi /var/nvi.tmp exitval=$? if [ $exitval -ne 0 ]; then rm -f /var/nvi.tmp exit $exitval fi cat /var/nvi.tmp > $1 rm -f /var/nvi.tmp ;; *) echo 'Use only with files in /var/flash/*' 1>&2 exit 1 ;; esac EOF # nvi ausführbar machen chmod +x nvi

Wenn Ihr jetzt die Fritzbox neu startet, zieht sich die Box eine erweiterte "busybox" vom TFTP-Server und verlinkt die wichtigsten Commandos. TELNET ist sofort verfügbar und auf der Command Line findet man die wichtigsten Commandos wie man sie von den Fritzboxen 7050/7170 kennt. Crontab -l zeigt die crontab an, welche sich leider nur in der debug.cfg bearbeiten lässt, da der Aufruf von Crontab hardcodes vi im Verzeichnis /bin erwartet und dieses Verzeichnis readonly ist.

Mit startpc kann man seinen heimischen Rechner aufwecken und mit wget sonstige Schweinereien nachladen. Allerdings ist der Speicher der Fritzbox SL jetzt ziemlich voll. Aber trotzdem ist die Box recht stabil und kann mehr als vorher.
Stürzt sie schnell ab, so löscht aus der debug.cfg alles was mit crontab zutun hat raus, falls ihr es nicht benötigt.

Auf die virtuelle IP 192.168.178.253 lassen sich jetzt Portfreigaben einstellen. Somit kann man z.B. von aussen per TELNET auf die Box oder auf das Webinterface. Aber vorsicht, die Kennwörter werden unverschlüsselt über das Internet übertragen.
Viel Spaß!

 Download: sl_tuning.zip für 10.03.48
 Download: sl_tuning2.zip für 10.03.73

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